Irrational

Die Balance der Gegensätze

Buddha meditiertWir leben hier im Westen in einer Gesellschaft, die sich entschieden hat, nur an das Messbare und rational Bewertbare zu glauben. Diese Entscheidung ändert aber nichts daran, dass die Realität von einem ganz anderen Prinzip bestimmt ist: dem Prinzip der Dualität. Die Dualität bestimmt die Wahrnehmung unserer gesamten Existenz, in der alles nur durch sein Gegenteil existiert.

Ohne Dunkelheit kein Licht, ohne Liebe kein Hass, ohne Nord kein Süd, ohne Frau kein Mann, ohne subjektiv kein objektiv und: ohne Irrationales kein Rationales. Denn Gegensätze sind die zwei Pole einer Einheit des Ganzen. Genauso wie der kleinste Magnet, existiert auch die ganze Welt nur durch die Balance zwischen dem Einen und seinem genauen Gegenteil. Das gleiche gilt für unsere Wahrnehmung. Nach gesundem Menschenverstand tun wir also gut daran, wenn wir das eine genauso wichtig nehmen wie sein Gegenteil. Denn auch wir Menschen existieren als Ganzes nur in der Einheit gegensätzlicher Pole.

Das dualistische Prinzip

Das dualistische Prinzip durchdringt unsere gesamte Existenz auf allen Ebenen. Nervenbahnen leiten Reize vom kleinen Zeh bis hin zum Gehirn und zurück durch das Zusammenspiel von energetischen Plus- und Minus-Impulsen. Jede Krankheit entsteht durch das Zusammenspiel von körperlichen und nicht-körperlichen Komponenten. Unsere Identität ist geprägt durch das Zusammenspiel von subjektivem Erleben und objektivem Relativieren, von rationalem Denken und irrationalem Empfinden.

Nach genau diesem Prinzip der Dualität gehört zur ganzheitlichen Heilung, wie ich sie praktiziere, das Zusammenspiel von Rationalem und Irrationalem: Auf rationalem Wege analysieren wir im klärenden Gespräch Ihre Ist-Situation. Was ist passiert, dass es Ihnen schlecht geht? Was macht Sie krank? Welche Veränderung ist nötig, damit es Ihnen besser geht? Wie setzen Sie die fällige Veränderung in Ihrem ganz normalen Alltag um?

Die Balance von Fühlen und Verstehen

Eine Kugel in gelassener Balance auf dem Grunde eines gebogenen BlattesDieses rein analytische Rationalisieren hilft zu verstehen, warum es Ihnen so geht, wie es Ihnen geht. Die objektive Sicht auf das Gesamte hilft, das eigene Leben mal aus der Distanz zu betrachten und so zu ganz neuen Einblicken zu finden. Es bereitet den Boden, um Frieden damit schließen zu können, dass das eigene Leben so ist, wie es ist.

Um diesen Frieden dann emotional auch tatsächlich zu finden, braucht die irrationale Hälfte Ihres Seins die gleiche Aufmerksamkeit wie die rationale. Das subjektive Empfinden ist oft ganz anders als das objektive Verstehen. Und doch ist beides gleich wahr, selbst, wenn es sich widerspricht. Gefühle lügen nicht. Wenn Sie sie fühlen, sind sie wahr. Die Energie des HandAuflegens hilft, Ihre Gefühle zu verarbeiten, sie einzuordnen in Ihre persönlichen Ursache-Wirkungs Koordinaten und auf diesem Wege Ihre rein subjektiven Gefühle zu akzeptieren, wie sie sind.

Heilung als handfeste Erfahrung

Im Zusammenspiel dieser Akzeptanz des Irrationalen mit dem rationalen Verstehen ergibt sich für Sie eine neue Perspektive, die Ihnen die Kraft gibt, die fälligen Veränderungen in die Tat umzusetzen. Und es hilft Ihnen, sich selbst so zu akzeptieren und zu lieben, wie Sie sind. Damit Sie ganz gelassen in sich selbst ruhen.

Heilung geschieht, wenn das eine, was Sie fühlen und das andere, was Sie wissen, zu einer gesunden Balance finden. Das klingt ziemlich abstrakt. Zu einer handfesten Erfahrung wird es, wenn Sie es real erleben. Und auch darin liegt eine gesunde Balance von Gegensätzen.

Lesen Sie hierzu auch in meinem Blog, dem Gedanken-Schub:
Ich denke, also ...
und:
Verstehen statt bewerten